Venedig: Spezialpreis der Jury für Fatih Akin
Letzter Tag am Lido: Preisverleihung auf den 66. Filmfestspielen der Biennale di Venezia.
Der deutsche Regisseur Fatih Akin gewinnt den Premio Speciale della Giuria, den Spezialpreis der Jury für seine HH-Wilhelmsburg-Komödie ‘Soul Kitchen‘, die er selbst als “Heimatfilm” bezeichnet: Ein Kneipenbesitzer im Pech, ein Bandscheibenvorfall, kriminelle Verwandtschaft, Kiez-Größen, Immobilienhaie, China und natürlich eine Liebesgeschichte. Alles drin im neuen Streifen des ‘Gegen die Wand’-Regisseurs (mit Birol Ünel, Moritz Bleibtreu und dessen Mutter Monica Bleibtreu in einer ihrer letzten Rollen), der Weihnachten ins Kino kommen soll.

Den Goldenen Löwen erkannte die internationale Jury unter Vorsitz von Ang Lee dem israelischen Beitrag ‘Lebanon’ von Regisseur Samuel Maoz zu. Das Drama spielt aus der klaustrophischen Sicht einer Panzerbesatzung im Libanon-Krieg 1982.
Den Silbernen Löwen für Beste Regie erhielt Shirin Neshat für ihren Film ‘Zanan bedoone mardan (Women Without Men)’. Da das Werk der iranischen Videokünstlerin eine deutsche Co-Produktion ist, verbuchen deutsche Filmpatrioten es als weiteren Sieg der heimischen Filmbranche. Sei’s drum. Eigentlich geht’s ja um den Film, den nicht wenige als den Höhepunkt der diesjährigen Filmfestspiele gefeiert haben. Darin wird die Geschichte von vier Frauen erzählt, die im Teheran der 1950er Jahre Kraft und Größe zu widerständigem Verhalten haben.
Einen Erfolg konnte zudem Modeschöpfer Tom Ford verbuchen. Colin Firth erhielt den Darstellerpreis (Coppa Volpi) für seine Rolle in Fords Erstling ‘A Single Man’. Das Gegenstück für die beste weibliche Schauspielerin ging an Ksenia Rappoport für ihre Leistung im Psychothriller “La doppia ora” des Italieners Giuseppe Capotondi.
Alle weiteren Preisträger finden sich hier.










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