Universal und Virgin planen Download-Flatrate für Musik
Das weltgrößte Musiklabel ‘Universal Music’ und die britische Internetsparte des Virgin-Konzerns planen die Einführung einer Internet-Flatrate für Musik-Downloads. Dafür haben die Unternehmen das lange diskutierte Modell eines optional buchbaren Aufschlags auf die DSL-Gebühr vorgesehen.
Ende des Jahres soll es losgehen. Entscheidend für den Erfolg aber dürfte sein, ob es Virgin gelingen wird, auch die anderen Majors und insbesondere Indie Labels von ihrem Modell zu überzeugen. Und selbst dann bleibt es fraglich, ob das der in der Branche so ersehnte Durchbruch in Sachen Rückgewinnung eines legalen Marktes ist. So zeigt das Beispiel Napster, als P2P-Börse ein Boom-Dienst, dass ein legales und kostenpflichtiges Angebot für die User deutlich weniger attraktiv ist: Napster könnte es heute besser gehen.
Auch werden erfolgreiche Konkurrenten wie Apples iTunes und Amazon, die Einzel-Downloads gegen Bezahlung anbieten, nicht tatenlos zusehen, dass eine allgemeine Flatrate eingeführt wird.
Hintergrund der ganzen Sache aber ist wohl etwas anderes. Mit dem legalen Flatrate-Angebot hoffen Universal und Virgin besser gegen Piraterie im Netz vorgehen zu können. Denn zwar soll die Flatrate unlimitierte Downloads enthalten, die Songs auch nach Vertragsende noch abspielbar sein, aber die Watermarking-Codierung der Tracks ist ebenfalls verbessert worden. So ist es Universal – nach eigenen Angaben – fortan möglich, mittels einer speziellen Software “die Adresse eines Rechners zu identifizieren, auf dem sich Musik befindet, die ein anderer Nutzer zuvor legal aus der digitalen Bibliothek von Universal Music heruntergeladen hatte”.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters vorgestern unter Berufung auf informierte Personen berichtete, soll die Gebühr für die Musikflatrate zwischen 10 und 15 britische Pfund, also umgerechnet 12 bis 18 Euro, kosten.
Quellen: netzwelt.de, Universal, SPON.
























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