Musikfernsehen 2.0
Inzwischen hat selbst MTV gemerkt, dass Musikfernsehen ohne Musik reichlich uncool kommt. Die Anzahl der nervigen Klingelton-Spots ist drastisch reduziert worden. Dennoch besteht das Programm noch heute aus allerlei Übernahmen von ‘Real Life’-Formaten der US-Mutter, deren Spin-Offs und deutschen Kopien.
Aber es läuft noch Musik, besonders in der Nachtschiene. Dann allerdings ist man (so ist das beim TV nunmal) auf die Vorauswahl der Redaktion angewiesen. Die Bandbreite des Angebots ist dabei eng, die gefürchtete ‘Heavy Rotation’ ist schuld daran. Die Alternative ist auch den Fernsehleuten lange bekannt: Online-Plattformen, von denen YouTube nur die bekannteste ist.
Wer sich aber an die ‘guten alten Zeiten’ erinnert, als man nicht jeden Wunschsong einzeln suchen musste, sondern sich einfach von einem Teppich guter Musik (so war das mal!) tragen lassen konnte: Dem kann geholfen werden! Derzeit schießen moderne Musik-TV-Plattformen aus dem Boden wie Magic Mushrooms im Zauberwald ihre Angebote ins Netz. Die Zukunft des Musikfernsehens liegt – wo natürlich ? – im Internet.
Das Prinzip: Erstmal läuft Musik. Du kannst die Spots bewerten. Es entsteht ein persönliches Sound-Profil nach deinem Geschmack. Mit der Zeit hörst Du nur noch Deine Lieblingsspots bzw. Musik, die Deinem Geschmack entspricht (auch wenn Du die Interpreten noch nicht kennst). Also, zum Beispiel: Heino und Scooter raus. Regina Spektor und Faith No More rein. Oder umgekehrt.
ZWEI ANBIETER IM KURZPORTRAIT:
Putpat.tv – derzeit in der Beta-Phase.

Putpat.tv arbeiten zusammen mit SonyEricsson. Wer Interesse hat, am Beta-Test teilzunehmen, kann sich hier bewerben. Sie nennen ihr Filtersystem Veequalizer. Weitere Antworten und Erklärungen gibt es unter: www.putpat.tv.
tape.tv – schon gestartet

tape.tv kooperiert unter anderem mit dem Berliner Jugendradio Fritz (rbb). Wenn Du die Website aufrufst, geht’s gleich los mit dem ersten Clip. Den musst dann bewerten, abwählen oder einfach genießen. Die Site-Navi ist übersichtlich und durch Piktogramme intuitiv verstehbar. Hier geht’s zu tape.tv.










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