DJ-Interview 03/12 mit Newcomer andhim

Andhim sind vom Newcomer ganz schnell an die Spitze der Szene gesprungen! Sie begeistern das Publikum und ihre Tracks sind kaum aus den Clubs wegzudenken. Wir hatten nun die Gelegenheit mit den Jungs zu sprechen und persönlich zu erfahren, wie sich der Erfolg für Simon und Tobi anfühlt.

2011 war euer Jahr. Gerade erst seid ihr von der Raveline zum Durchstarter 2011 gewählt worden und auch beim PARTYSAN Award seid ihr in der Kategorie „Bester Produzent des Jahres“ auf Platz drei vor DJs wie Butch, Paul Kalkbrenner oder Dominik Eulberg gelandet. Was war das für ein Gefühl?
Kennst du das, du gehst im Park spazieren und plötzlich schenkt dir jemand einen Mantel mit 500 Euro in jeweils beiden Taschen. So hat sich das angefühlt. Warm und überraschend!

 

Ihr spielt nicht nur deutschlandweit, sondern bereist mittlerweile fast den ganzen Globus, um die Leute mit eurer Musik zu begeistern. Was und wieso bevorzugt ihr: Partys in kleinen Clubs mit intimer Atmosphäre oder große Festivals? Und was war euer absolutes Highlight im vergangenen Jahr?
Das kann man schlecht pauschalisieren. Eine gute Party steht und fällt mit dem Publikum. Da ordnet sich die Größe dann dem Vibe der Leute unter. Eine kleine Party lässt natürlich wesentlich mehr Nähe zu. Es kommt über die Musik hinaus zu persönlichen Momenten und Geschichten mit dem Publikum. Festivals sind groß und flößen einem eher Ehrfurcht ein. Da fühlt man sich wie Usher oder die Prinzen früher!

 

Ihr beschäftigt euch beide schon seit vielen Jahren mit Musik. Woher rührt dieses Interesse?
Fußball hat uns nie interessiert und im Flirten waren wir auch nie sonderlich gut. Deshalb hatten wir als Teenies nicht viel zu tun. Um auf Frauen attraktiv zu wirken, funktioniert Musik recht gut! Das war unser Ansporn!

 

Euer Stil ist einzigartig und spiegelt eure Lebensfreude in jedem einzelnen Track wieder. Woher nehmt ihr eure Inspirationen?
Das ist sehr lieb, dass du das sagst. Wir verbringen sehr viel Zeit im Studio und lassen uns auch Zeit mit neuen Produktionen. Inspiriert wird man dabei von den verschiedensten Dingen: Stimmungen, Erlebtes oder alltäglichen Dingen wie Kartoffelpüree. Da wir sehr häufig mit Samples arbeiten, ergibt sich vieles in unseren Liedern natürlich auch aus dem „diggen“ und rumprobieren.

 

Euer Erfolg hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Würdet ihr euch manchmal wünschen, dass euer Leben anders verlaufen wäre und wenn ja, wie sollte es dann sein?
Es nervt uns schon, wenn mal wieder die Bank anruft und sagt, dass das Konto voll ist, oder wenn sich die Empfangsdame vom Hotel mit ihrer Freundin in dein Zimmer eincheckt und auf dich wartet. Aber das nehmen wir in Kauf.

 

Vor der Gründung von andhim wart ihr beide alleine in den deutschen Clubs unterwegs. Wie und warum kam es zu eurer Zusammenkunft?
Wir waren einfach Freunde, die zusammen abgehangen und Musik gemacht haben. Ganz ohne Intention, einfach nur der Musik wegen. Da sind ganz wilde 90ies Sachen mit Gesang von Simon entstanden oder auch Hip Hop Nummern. Es gab damals nie den Plan Techno zu machen und auf Tour zu gehen. Dass wir den heutigen andhim Sound produzieren, hat sich ganz natürlich entwickelt. Wir machen aber selbst heute noch auch ganz anderen Kram im Studio. Vielleicht entdecken diese Abweichler ja eines Tages auch mal das Licht der Welt!?

 

Ihr hattet letztes Jahr mehrere Tracks wie Extragold, Aleefee oder Like A Wirsing, die kaum aus den Clubs wegzudenken waren. Was ist euer Liebling und gibt es dazu eine Entstehungsgeschichte?
Der Lieblingstrack ist eigentlich immer der, an dem man gerade arbeitet. Man hört die Tracks ja so oft während ihrer Entstehung und beim live spielen, dass der subjektive Bezug manchmal abstumpft. Von den dreien würden wir aber Aleefee als Liebling ausersehen. Hier stand zunächst nur das Thema, bevor das 4/4 Gewand angelegt wurde. Der Ursprung der Melodie ist irgendwo zwischen Trauer, Hoffnung und Neugierde begründet.

 

Und zum Schluss natürlich: Was sind eure Wünsche 2012 und was dürfen eure Fans von euch erwarten?
Es werden dieses Jahr noch einige Sex Tapes von uns veröffentlicht. Die meisten gegen den Willen der Darstellerinnen. Musikalisch freuen wir uns auf tolle Remixe und eigene Platten. Es wird sogar eine Kollabo Platte geben diesen Sommer. Aber natürlich alles super geheim! Ansonsten wünschen wir uns, dass alles so weiterläuft wie bisher. Wir sind wirklich sehr dankbar, dass wir das machen können, was wir lieben und das wir so großen Zuspruch aus der Szene und vor allem von den Fans bekommen.
 
Mehr Informationen findet ihr unter www.andhim.de

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