Exklusiv-Interview mit Simon Hannibal Fischer
Es hat etwas länger gedauert als ursprünglich angekündigt, aber hier und heute präsentieren wir Euch das Exklusiv-Interview mit dem Münchener Fashiondesigner Simon Hannibal Fischer. Wir trafen ihn in seiner Heimatstadt zum lockeren Gespräch über sein Leben mit und ohne Mode.
Simon Hannibal Fischer wurde am 17. Januar 1981 in München geboren. Kurz nachdem er im Alter von 20 Jahren eine private Kunstschule absolviert hatte, arbeitete er in dem legendären Münchener Fashion Store Flip. Nach drei Jahren in der Herrenabteilung begann er ein Studium an der Akademie Mode und Design (AMD) in München. Im April 2007 schloss er das Studium dort erfolgreich mit der Kollektion “Dandyism” ab, die auf der Riga Fashion Week gezeigt wurde. Bevor Simon Hannibal Fischer Anfang 2008 sein eigenes Label Hannibal collection. gründete, war er Chefdesigner der “Che Guevara”-Kollektion von Milestone Jackets.
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Wieso Hannibal?
Ganz einfach: weil ich so getauft wurde.
Ah ok! Kannst Du einen Zeitpunkt benennen, seit dem Du Dich für Mode und Design interessierst?
Ich glaube, die wirkliche Entscheidung kam so im Alter zwischen 18 und 20. Damals gab es für mich drei interessante Bereiche, in denen ich mir eine Zukunft vorstellen konnte. Das war zum einen die Fotografie, außerdem Innendesign und Modedesign. Das Thema Fotografie hat leider nicht so ganz gegriffen. Und Innendesign sollte auch nicht ganz sein. Aber dann ergab sich eine Chance im Modedesign.
Welche Chance war das?
Im Rahmen eines Aufnahmeprogramms der AMD München hatte ich die Chance mich vorzustellen. Das einzige Problem war, dass ich sofort schnell und kreativ sein musste. Gefordert war die Erstellung einer Mappe im Umfang von 30 bis 40 Seiten mit sehr unterschiedlichen Motiven, Designs und Skulpturen.
Klare Linien und Formen sind laut internationaler Presse deine Erkennungszeichen. Was empfindest Du in deinen Kreationen?
Für mich sind meine Kollektionen eine Art „Lebensgefühl“. Denn es gibt zwei Arten von Menschen im Zusammenhang mit Mode, aber für alle gilt dasselbe Prinzip: Mode macht Menschen. Die einen verkleiden sich mit der Mode, für die anderen ist es das immer wiederkehrende Lebensgefühl. Meine Kreationen kommen aus dem Bauch heraus und die Menschen in unserer Umgebung müssen sich einfach nicht verkleiden!
Was ist Dein Lieblingsmodell in Deiner Kollektion?
Auf jeden Fall meine Anzüge. Inklusive Hemd und Manschette.
Was sind Deine next steps?
Zur Zeit arbeite ich schon an der Kollektion für die Saison Herbst/Winter 2010/11. Da soll die Kollektion um ein Vielfaches gewachsen sein! Des weiteren möchten wir weitere Partner in Deutschland und Europa für unsere Mode begeistern.
Deutsche Metropolen! Berlin, München, Hamburg oder Düsseldorf?
München!
Internationale Metropolen! New York, Paris, London oder Mailand?
Paris. Für mich ist das nicht nur die Modestadt schlechthin. Paris ist meine Stadt! Entspannen, eine exzellente Küche … und sehr gute Mode natürlich.
Welche Musik bevorzugst Du beim Arbeiten?
Alles, was der iPod hergibt. Nein! Was ich gerne mag, ist zum Beispiel alte Countrymusik oder Musik aus der Zeit der Industrialisierung.
Hast Du da einen speziellen Künstler vor Augen?
Nehmen wir einfach Johnny Cash – es ist die Art, die Lebensgeschichte und die Leidensgeschichte, die sich hinter diesem Menschen und seiner Musik verbirgt. Seine Musik wirkt so authentisch.
Wo findest Du Ausgleich zum stressigen Alltag?
Wenn ich in der Stadt bleibe, dann ist es die sportliche Aktivität – Surfen, Snowboard, Tennis, Fussball – oder Freunde treffen. Wenn ich aber mal richtig Zeit habe, dann versuche ich in die Natur zu kommen: einfach totale Abgeschiedenheit auf einer Hütte und beim Angeln sein Essen fangen.
Letzte Frage. Still oder Sprudel?
Still!
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Wir bedanken uns bei Simon Hannibal Fischer für seine Zeit. Wer noch nicht die Chance hatte, die Hannibal collection. live zu sehen, hat am 5. September im ZKmax in München die Möglichkeit seine aktuelle Kollektion zu begutachten.
Mehr Infos zum Event folgen in Kürze.
Hier noch einige Impressionen:















Wow! Dafür, dass Hannibal aus dem AMD-Kader kommt, macht er erstaunlich erfrischend einfache Schnitte. Ein großes "JA!" zu weißen Hemden, Hosenträgern und Hut – das hat einfach Stil und Klasse!
Ich hoffe das sehe ich in Zukunft öfter auf Deutschlands Straßen…
ich finde die mode auch super!
habe gerade auf einem neuen blog über ihn gelesen… sehr sympathisch.
http://the-closet.stylight.de/2009/09/12/hannibal…
scheint ein lockerer Typ zu sein und was seine Mode betrifft, diese gefällt mir sehr gut!
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